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Ein Schritt weiter: Klage auf Entschädigung der Apartheid-Opfer zugelassen

Ein New Yorker Bezirksgericht hat im April entschieden die Klage zuzulassen. Mehreren internationalen Unternehmen darunter auch deutschen Konzernen, wie Daimler, Rheinmetall, Deutsche Bank, Commerzbank und Dresdner Bank wird vorgeworfen jahrelang die Apartheid finanziell unterstützt und aufgerüstet zu haben. Das Oberste Gericht musste die Entscheidung über die Klage dem Bezirksgericht überlassen. Denn zuviele der Richter am Obersten Gericht waren befangen – sie haben selber Aktien bei den angeklagten Unternehmen. Von dem kommenden Verfahren sollen aber nun die deutschen Banken ausgenommen werden, dies gilt es zu verhindern. Besonders die deutschen Banken trugen mit ihren Anleihen und Krediten von mehreren Milliarden DM dazu bei, die Lebensdauer des weißen Regimes bis 1993 zu verlängern. Ein untrügliches Zeichen für die Vorreiterrolle der deutschen Banken ist deren übergroßer Anteil an den südafrikanischen Auslandsschulden, die bis zum Ende der Apartheid aufgenommen wurden.
Weiter Infos zum aktuellen Stand der Klage finden sich bei medico international

Eine unbeglichene Rechnung

In der ver.di-publik 10/2008 findet sich ein aktueller Artikel zur Klage gegen 23 internationale Konzerne, die das Apartheidregime unterstützten. Erst nächstes Jahr wird festgestellt, ob es tatsächlich zur Verhandlung in New York kommen wird. Die Überlebenden der Apartheid klagen auch deutsche Konzerne, wie Daimler, Rheinmetall, Deutsche Bank, Commerzbank und Dresdner Bank an.

Klage gegen Apartheid-Profiteure zugelassen

Der erste Beitrag in diesem Blog ist zugleich ein überaus positives Signal für den Kampf um Gerechtigkeit und Entschädigung im heutigen Südafrika. Nach fast fünf Jahren hat ein New Yorker Gericht die Klage gegen mehrere internationale und führende deutsche Konzerne zugelassen, die von der Apartheid in Südafrika über Jahrzehnte profitiert haben.

Im Folgenden dokumentieren wir die Presseerklärung der deutschen Sektion der Internationalen Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im südlichen Afrika und die Presseerklärung der Khulumani Support Group aus Südafrika, die die Klage u.a. eingereicht hat. Zusätzlich die Presseerklärung von Jubilee South Africa und ein Artikel aus der linksliberalen Wochenzeitung Mail & Guardian. (mehr…)